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Sichtungsschwimmen im November 2011

"Es sah ganz gut aus"

 

Training und Wettkampf - das sind zwei unterschiedliche Sachen. Zu dieser Feststellung kommen gleich zwei Trainerinnen nach dem Sichtungsschwimmen am 19. November. Und kurioserweise meinen sie damit Unterschiedliches. Einig aber sind sich die beiden darin, dass sie sehr zufrieden mit den Leistungen ihrer Schützlinge sind. "Alle schwammen ihre Bahnen im guten Stil", sagt etwa Trainerin Sabine Köhler, die auch Erste Vorsitzende des SC Welle ist. "Auch die Kinder, die noch nicht lange dabei sind, haben ihren Wettkampf über 50 Meter gut absolviert." Trainerin Hannah Beumer freut sich, dass alle "Großen" aus ihrer Gruppe bei den Delphin-Wettbewerben starteten, obwohl sie diesen Schwimmstil erst seit kurzem üben. Hannahs Urteil: "Es sah sogar schon ganz gut aus." Allerdings  stellt sie auch fest, dass viele Dinge, die im Training schon gut sitzen, "dann im Wettkampf vor lauter Aufregung verschwunden sind". Sabine Köhler, die andere Trainerin vom SC Welle, macht eine andere Beobachtung: Nämlich dass in dieser besonderen Situation manche Dinge besser klappen, als im Training vorherzusehen war.

Rund 120 Schwimmer von BSV 1878, BSSC Germania und SC Welle  maßen sich bei dem Sichtungsschwimmen in der Halle an der Holzmarktstraße. Der jüngste Starter war sechs Jahre alt, die älteste 55 Jahre.  Die höchste Punktzahl in einem Wettkampf erzielte bei den Frauen Sabine Just (BSV). Für ihre Leistung über 50 Meter Brust vergibt der Europäische Schwimmverband 565 Zähler. Bei den Männern lag Bernhard Meyer (SC Welle) vorn - mit 394 Zählern über 50 Meter Freistil. Die insgesamt meisten Punkte für den SC Welle dürfte Hannah Beumer geholt haben, die keinen Wettkampf unter 400 Punkten abschloss.  

Insgesamt 37 Wettkämpfe mit jeweils mehreren Läufern pfiff Schiedsrichterin Petra Löffler an diesem Tag an. Zahlreiche Helfer, vor allem vom BSSC Germania,  sorgten dafür, dass alles reibungslos lief.  "Die Stimmung war recht gut", beschreibt Florian Weiß, der Zweite Vorsitzende des SC Welle, die Atmosphäre. "Bei manchen Rennen wurde es mordsmäßig laut. Einige Kinder scheinen richtige Fanclubs dabei gehabt zu haben. Wie bei Starauftritten wurde geknipst, was das Zeug hielt." 

Die tolle Stimmung sei ansteckend gewesen und hätte Vorfreude auf den eigenen Start gemacht, sagt Florian Weiß. Mit seinem Ergebnis ist der SC-Welle-Master nicht ganz zufrieden: "Ich wäre gern schneller geschwommen", sagt er. So geht es auch seinem Team-Kollegen Jakob Müller, der den Nachmittag einerseits "super" fand, anderseits etwas enttäuscht ist über sein eigenes Abschneiden, weil er in allen Wettkämpfen langsamer war als im Vorjahr. Möglicherweise sei sein unregelmäßiges Training daran schuld, mutmaßt er. Der Trainer der Masters, Wojciech Michalczyk, der seine Schützlinge an jenem Tag mit isotonischen Getränken puschte, machte bei seiner Truppe eine andere Schwäche aus: "Die Wenden, wir müssen unbedingt die Wenden mehr üben." Sabine Köhler, die Erste Vorsitzende des Schwimmclubs, kommt zu einem ähnlichen Schluss:  Mitentscheidend seien der Start und die Wenden. "Da kann die meiste Zeit rausgeholt werden."

Das Trainingsprogramm bis zum nächsten Sichtungsschwimmen steht also. Und die Vielen, die am 19. November auf Schiedsrichterkommando ins Wasser sprangen, werden das auch bei nächster Gelegenheit wieder tun: "Na klar, ich hab' noch eine Rechnung mit mir offen", sagt etwa Florian Weiß. Und Bernhard Meyer ergänzt: "Da ich in diesem Jahr meine Lebensbestzeit noch nicht geschwommen bin, mach' ich auch nächstes Jahr wieder mit."

Vielleicht gibt es dann noch mehr solcher Leistungssteigerungen zu bestaunen, von denen SC-Welle-Trainerin Hannah Beumer berichtet: Ein Neuzugang in ihrer Gruppe sei elf Sekunden schneller geschwommen als seine Meldezeit. "Das war für uns alle, seine alten und neuen Trainer, seine Mama und vor allem für ihn eine große und freudige Überraschung."