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Kinderreise nach Drachaniya vom 2.-4.Mai.2008

101_101Am 1. April 2008 ist der Wannsee umbenannt in "See am Ufer von Drachaniya". So reisten 16 Menschen zu neuen Ufern. Dank sagen wir an dieser Stelle den vier Eltern, die unser vieles Gepäck befördert haben: Eltern von Anna, Lisa, Lucia und Alena ein dreifaches "Patsch nass, patsch nass, patsch nass". Dank sagen wir auch den Vereinen, die jedes Kind mit 10 Euro bezuschusst haben, damit alle fahren können. In der S-Bahn war noch Thema, wer hat ein Handy, die beste Schokolade oder ein PC-Pocketspiel.

Regina, die eine Hausmutter empfing erst die Eltern, dann uns. Schnell macht sie alle Kinder mit Haus- und Gartenregeln bekannt, letzte Fragen werden geklärt und dann die Zimmer verteilt. Dabei ergab sich die spannendste und alles entscheidende Frage: dürfen Matratzen von einem Zimmer in ein anderes? Sie dürfen und damit jubelten die Mädchen – zu zehnt in einem Zimmer! Die Jungs ein Zimmer und der Rest, samt Michaela und mir in ein Zimmer. Auspacken, Betten beziehen, Kleidungsstücke in die Holzkiste unters Bett verstauen, Taschenlame verstecken, Bücher und Kuscheltiere betten und dann – schwimmen - wie ich heute 8.5. von einer Kollegin erfuhr hatte das Wasser 14/15 Grad.

Dennoch gab es wieder Dauerseenixen, die 10 Minuten und mehr schaffen .Nach dem köstlichen Abendessen Pyjamaparty , die nicht so recht in Gang kam, da es unterschiedliche Musikwünsche gibt. Jeder, dessen Musik ausgewählt ist, ist Tanzanführer. In einer Pause Drachenbilder aus einem Rätselbogen malen und das Schuppenräuberspiel brachten Bewegung bis alle müde ins Bett fielen. Nur die beiden jüngsten Drachenforscherinnen lauschten noch gern einer Drachengerschichte. Mir wurde am nächsten Morgen mehrfach bescheinigt, ich sei die Oberschnarcherin. Mein Kommentar: Kinder alles nur zu euerm Schutz, dass kein wilder Bär oder Wildschwein euch angreift!!! Samstagfrüh nach dem Frühstück Flugdrachen bauen und in Drachenbüchern „schmökern“. Nach dem Schwimmen aus Fimo Drachen basteln. Am Nachmittag fand Drachendiplomprüfung Teil 1 statt: Drachenrätsel von den Büschen erobert, lösen, wie z.B. „ tags kannst du mich nicht seh´n , nachts kannst du nach mir gehen“ oder „ fliegt ein Drache durch die Nacht, bleibt es lange unbewacht. Brüllt der Drache schrecklich laut, hat es einer ihm geklaut. Schläft der Drache tief und gut, darauf sein Kopf und Bäuchlein ruht“; „Guck mal Rätsel“ in einer anderen Ecke des Gartens aufstöbern und lösen, was unterscheidet Neugeborene Drachen ob Mädchen oder Junge war die nächste Frage. Es wurde alles zu Drache Lung gesucht. Was isst er, wo lebt er wie sieht seine Spur aus. Der Abschluss das große „ Fühl mal Rätsel“; in welcher Kiste ist die Drachenhaut, die Michaela und Heidrun gefunden hatten. Nach dem Abendessen verkleiden, schminken und rüsten für die Drachenjagd im dämmrig düsteren Wald. Klar hatte der Drache in seiner Sprache Wegweiser bereitet, die Lucia als Jüngste fast flüssig übersetzten kann. Ein kleiner Drache auf dem Weg zeigte die letzten Meter zum Schatz an. Am Lagerfeuer im Garten haben wir den Schatz geteilt und unsere Wünschzettel mit Wünschen an die Drachen ins Feuer gegeben. Der senkrecht aufsteigende Rauch hat alles gut in die Dunkelheit getragen. In Asien sind Drachen bekannt als Glücksbringer. Auch an diesem Abend waren es die jüngeren Frauen, die mit uns noch eine Weile am Feuer plauderten, anderen war es zu kalt, zu mückig oder nicht heimelig genug um Geheimnisse mit Freundinnen auszuplaudern. Sonntagsfrühstück – jeder fand ein Ei mit Widmung, eine Tradition aus der Zeit als Uli Güldner, Elke, Angelika und Martina noch mitfuhren. Wir haben unseren Drachen mit Farbe Leben gegeben, mussten das eine Bein oder Schwanz ankleben, sie mit Gold und anderem verzieren. Ein 2 köpfiger Drache wohnt jetzt in Drachaniya und wird von Regina gepflegt. Die letzte ist bekanntlich die schwerste Prüfung, alle Kinder sollten gemeinsam einen Drachen am Ufer bauen. Davon wollten wir einen Film drehen, aber es musste bei Fotos bleiben. Es war für alle ein schwieriger Prozess Jungen haben mit Mädchen arbeiten sollen und umgekehrt, das fanden viele das schwierigste, nicht das ausgraben und Wasser tragen. Entstanden ist ein Holz-Sand-Wasserschlamm-Drache. Das anschließende Bad war für alle eine Belohnung. Das Wasser erschien uns schon leicht wärmer und wir schwammen mehrere Runden um eine Art Grenzstange. Beach-Volley-Ball war das favorisierte Spiel vieler. Nach dem Mittagessender schreckliche Teil der Reise einpacken! Alle wären noch gern geblieben. Die abholenden Eltern waren früher da und halfen mit. Alle haben die Prüfung zum Drachenschützer bestanden und erhielten ihr Diplom und drei Samen für Dragos, wie auf den Kanaren die baumartigen Liliengewächse genannt werden, die über 100 Jahre alt und mehrere Meter hoch werden.

Ein Kind fragte, wann wir denn wieder nach Berlin fahren müssen, hier sei es doch so schön!

Und warum gibt es heute keine echten Drachen mehr? Das Geheimnis verrät unsere Geschichte:

„Warum es heute trotzdem keine Drachen mehr gibt? Nachdem die dreijährige Schonzeit für Drachen vorüber war, begann die schonungslose Jagd von Neuem. Die Ritterfräulein begnügten sich nicht mehr mit Schuhen, Taschen und Regenschirmen aus Drachenhaut, nein sie wollten auch Gürtel, Strumpfhosen und Badeanzüge aus diesem Material. Die Ritterselbst bildeten sich ein, ihre Schnauzbärte waren in diesen drei Jahren dünner und schäbiger geworden, und dürsten nach Drachenblut. Der Sieger von 1271, der Ritter mit dem dünnen Schnurrbart und dem langen Namen Zipp-Kübelhelm-Drachenfreund, aber lag zu Pfingsten 1274 mit Schnupfen, Halsweh und Grippe krank zu Bett und konnte nicht am Turnier teilnehmen. Er hatte sich ein paar Tage vorher nasse Füße geholt, als er einem jungen Drachen aus einem Wassergraben geholfen hatte. Ja, wenn Zipp nicht krank gewesen wäre, hätte er vielleicht wieder am Pfingstturnier teilgenommen. Und wenn er teilgenommen hätte, hätte er sicher wieder versucht, mithilfe seines listigen Freundes Archibald Exeter zu gewinnen. Und wenn er gewonnen hätte, wer weiß …

Vielleicht gäbe es heute noch Drachen in unseren Laubwäldern, zarte Erddrachen, flinke Zaundrachen, scheue Kammdrachen, glänzende Smaragddrachen und stachelige Büstendrachen; ja möglicherweise würden in diesem Falle selbst die bunt schimmernden Karfunkeldrachen noch leben."

Aber Defne hat schon gefragt und sich mehrfach versichern lassen, dass es auch nächstes Jahr eine Kinderreise geben wird, wenn sich 18 Teilnehmer finden und auch diese wird ganz nah sein und doch in ein fernes Land führen, vielleicht mal mit so etwas wie einer Zeitmaschine.

Hier noch Feed-back der Kinder.

*die Drachenjagd war toll, *auf der Drachensuche die Hinweise zu finden, *wir haben soviel Spaß gehabt und so viel leckeres zu Trinken, *Drachenjagd und Volleyballspiel war toll, *die Landschaft und die Drachenjagd war schön, * die Schnipseljagd, *schön, dass wir eine Schatzsuche und eine Pyjamaparty gemacht haben,* der Drachenwald war so schön, *schwimmen und Nachtwanderung war gut, * alles war ein tolles Erlebnis, aber manchmal war es schwer, *mit den Taschenlampen Drachen jagen war aufregend, * es war schön und ich hoffe, dass ich wieder nach Drachaniya fahren kann (mit einem anderen Thema)